Spezialisierung

Die Spezialisierung des Übersetzers

Fachübersetzer spezialisieren sich auf eine oder mehrere Textsorten bestimmter Fachgebiete in bestimmten Sprachen, z. B. im Finanzwesen, in der IT-Branche, in der Elektrotechnik oder im Rechtswesen. Fachübersetzungen machen den mit Abstand größten Anteil des Übersetzungsmarktes aus. Hierbei ist anzumerken, dass ein Übersetzer nicht umso besser ist, je mehr Fachgebiete und Sprachen er anbietet, denn es ist sehr zeitaufwändig, sich in jedem Fachbereich terminologisch und sachlich auf dem neuesten Stand zu halten.

Eine weitere Untergruppe der Fachübersetzer sind die Software-Lokalisierer. Sie passen Software, teilweise auch Online-Hilfen und Handbücher, an einen regionalen Markt an. Dabei wird nicht nur der Textanteil der Software übersetzt, sondern es werden auch andere Anpassungen vorgenommen. So können beispielsweise Datumsangaben, Schreibrichtung oder das Verständnis für Farben und Symbole von Kulturregion zu Kulturregion variieren. Will der Software-Hersteller einen neuen Markt erschließen, so muss sein Produkt lokalisiert werden.

Literaturübersetzer übertragen Literatur, z. B. Romane, Gedichte oder Comics, aber auch Sachbücher oder Zeitschriftenartikel. Literaturübersetzungen werden zwar in der Öffentlichkeit besonders stark wahrgenommen, spielen wirtschaftlich jedoch eine untergeordnete Rolle. Literarische Übersetzungen unterliegen in gleicher Weise wie der ursprüngliche Text dem Urheberrecht und sind somit urheberrechtlich geschützt.
Terminologen erstellen und pflegen ein- oder mehrsprachige Terminologie-Datenbanken vor allem bei großen Unternehmen, bei Behörden und Fachorganisationen. Eine Terminologie-Datenbank enthält alle für die Arbeit eines Unternehmens oder einer Behörde notwendigen und spezifischen Fachbegriffe mit Definitionen und weiteren Angaben, z. B. fremdsprachlichen Entsprechungen.

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