ARGUMENTE GEGEN DEN SABBAT WIDERLEGT | TEIL 3

"Der Sabbat gehört zum mosaischen Zeremonialgesetz"

Gehört der Sabbat zum mosaischen Gesetz? Lassen Sie uns die zwei Gesetze genauer anschauen. Wie wird das Gesetz von Mose beschrieben? Und was sagt die Bibel über die 10 Gebote? In 5. Buch Mose lesen wir: 

 

„Das sind die Worte, die der HERR redete zu eurer ganzen Gemeinde auf dem Berge, aus dem Feuer und der Wolke und dem Dunkel, mit großer Stimme und tat nichts dazu und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir.“ (5. Mose 5, 22)


Und im mosaischen Gesetz lesen wir:

„Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen. Welcher unter euch dem HERRN ein Opfer tun will, der tue es von dem Vieh, von Rindern und Schafen.“ (3. Mose 1, 2)

 

Die 10 Gebote wurde von Gott persönlich verkündet. Das mosaische Gesetz hat Mose verkündet. Wer hat die 10 Gebote geschrieben? Mit was? Und worauf? Wir lesen:

Die 10 Gebote:

„Als er mit Mose auf dem Berge Sinai zu Ende geredet hatte, gab er ihm die beiden Tafeln des Zeugnisses; die waren steinern und mit dem Finger Gottes geschrieben.“ (2. Mose 31, 18)

„Und die Tafeln waren das Werk Gottes, und die Schrift war die Schrift Gottes, eingegraben in die Tafeln“ (2 Mose 32, 16)

Das Gesetz des Mose:

„Da nun Mose die Worte dieses Gesetzes ganz ausgeschrieben hatte in ein Buch…“ (5. Mose 31, 24)

 

Somit ist klar, dass die 10 Gebote von Gott persönlich in Stein geschrieben wurden und das Gesetz von Mose in ein Buch geschrieben wurde. Das sind die Worte, die der HERR redete zu eurer ganzen Gemeinde auf dem Berge, aus dem Feuer und der Wolke und dem Dunkel, mit großer Stimme und tat nichts dazu und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir. (5. Mose 5, 22)

 

Gott verkündete die 10 Gebote persönlich, somit sind sie göttlicher Art.

 

Über das Gesetz des Mose lesen wir: „Und die Brandopfer taten sie davon… Wie es geschrieben steht im Buch Mose’s…“ (5. Mose 31, 24)

 

Die 10 Gebote sind göttlicher Art, die Gebote des Mose menschlicher Art.

Die nächste Frage ist: Wo wurden die 10 Gebote aufbewahrt? Und ich wandte mich und ging vom Berge und legte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte, dass sie daselbst wären, die mir der HERR geboten hatte.“ (5. Mose 10, 5)

 

Wo wurde das mosaische Gesetz aufbewahrt? Nehmt das Buch dieses Gesetzes und legt es an die Seite der Lade des Bundes des HERRN, eures Gottes…. (5. Mose, 31, 26)

 

Die Bibel trennt also ganz klar, diese zwei Gesetze voneinander. Somit haben diese beiden Gebote auch unterschiedliche Bedeutungen für den Menschen.


Über das mosaische Gesetz, welches auch Zeremonial-Gesetz genannt wurde, lesen wir: 
Dies ist das Gesetz des Brandopfers, des Speiseopfers, des Sündopfers, des Schuldopfers, der Füllopfer und Dankopfer (3. Mose 7, 37)


Es ist das Gesetz in dem das Priestertum die Fest- und Feiertage, das Fasten und das ganze Opfersystem definiert wird. Jedoch lesen wir über die 10 Gebote folgendes:

 

So ihr das königliche Gesetz erfüllet nach der Schrift: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, so tut ihr wohl;“ (Jakobus 2, 8). „Wer aber hineinschaut in das vollkommende Gesetz der Freiheit und dabei bleibt, nicht als vergesslicher Hörer, sondern als wirklicher Täter, der wird selig sein in seinem Tun“, (Jakobus 1, 25).

 

Während die 10 Gebote königlich und vollkommen genannt werden, wird das Zermonial-Gesetz wie folgt beschrieben: „Nun da ihr aber Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid, wie wendet ihr euch dann wiederum zu den schwachen und dürftigen Satzungen, welchen ihr von Neuem an dienen wollt?“ (Galater 4, 9)

 

Das eine Gesetz ist königlich und vollkommen, das andere schwach und dürftig. Warum existieren überhaupt zwei Gesetze? Und wozu war das Zeremonial-Gesetz?

 

Wozu nun das Gesetz? Der Übertretungen wegen wurde es hinzugefügt, bis der Same käme, dem die Verheißung gilt und es ist durch Engel übermittelt worden in die Hand eines Mittlers.“ (Galater 3, 19)

 

Wegen der Sünde wurde es zu den bestehenden 10 Geboten hinzugefügt. Das heißt: Das Zeremonial-Gesetz ist erst nach dem Sündenfall den Menschen gegeben worden.

 

„So ist also das Gesetz unser Zuchtmeister geworden auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerechtfertigt würden.“ (2.  Galater 3, 24)

 

Es steht geschrieben, dass das Zeremonial-Gesetz „geworden“ ist. Woher wissen wir, dass die 10 Gebote vor der Sünde existierten? Johannes schreibt: „Wer Sünde tut, der ist vom Teufel, denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre“. (1. Johannes 3, 8)

 

Nach der Bibel sündigte der Teufel noch vor den Menschen, denn Satan verführte Eva zur Sünde.

 

Wie lange sollten dieses Gesetz gelten? Über das Zeremonial-Gesetz lesen wir:
So ist also das Gesetz unser Zuchtmeister geworden auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerechtfertigt würden.“ (Galater 3, 24)

 

Das Zermonial-Gesetz hat jedoch mit dem Tod Jesu seine Gültigkeit verloren.  Es steht geschrieben: „Aber Jesus schrie abermals laut und verschied. Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke von obenan bis untenaus.“ (Galater 3, 19)

 

Das war ein übernatürliches Ereignis. Es war Gott, der den Vorhang zerrissen ließ. Es war ein Zeichen für die Juden, dass der Opferdienst ein für alle Mal beendet wurde. „Indem er in seinem Fleische die Feindschaft (das Gesetz der Gebote in Satzungen) abtat, um so die zwei in ihm selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und Frieden zu stiften, und um die beiden in einem Leibe durch das Kreuz mit Gott zu versöhnen…“ (Epheser 2, 15, 16)

 

Mose's Gesetz / Zermonial-Gesetz: „...dadurch, dass er die gegen uns bestehende Schuldschrift, welche duch Satzungen uns entgegen war, auslöschte und sie aus der Mitte tat, indem er sie ans Kreuz heftete.“ (Kolosser 2, 14.)

 

Hier ist es wichtig aufmerksam zu lesen! Es sind die Satzungen oder Gebote in Satzungen, die ihre Bedeutung verloren haben. Hier ist nicht die Rede von den 10 Geboten! In der Bibel wird eindeutig zwischen Geboten und Satzungen unterschieden. Je nach Begebenheit werden sie zusammen oder einzeln genannt. Wenn es aber um die Heiligkeit der Gebote Gottes geht, werden die Gebote explizit genannt. Die Bibel schreibt, es sind die Satzungen, die ein Ende gefunden haben.

 

Über die 10 Gebote lesen wir: „Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht, alle seine Gebote sind rechtschaffen. Sie werden erhalten immer und ewiglich und geschehen treulich und redlich.“ (Psalm 111, 7.8)

 

Die zeitlichen Satzungen, deren Aufgabe darin bestand, den Menschen auf das wahre Opfer zu lenken, haben mit dem Tod Jesu ihre Bedeutung verloren. Jedoch nicht die 10 Gebote. Denn der Psalmist sagt: Sie werden erhalten bleiben immer und ewiglich. Bis Jesus Christus das Opfer vollbrachte, sollte die Juden Lämmer zur Vergebung der Sünden opfern. Deshalb wurde ihnen auch das Zeremonial-Gesetz gegeben, mit allerlei festen Feiertagen, Fastentagen, dem Priestertum und dem Opfersystem. Zu diesen Festtagen zählen unter anderem auch Sabbate. Leider werden diese Verse oft missverstanden und man begründet, dass der Sabbat seine Bedeutung verloren habe und setzt die Festtage (Sabbate) dem heiligen Ruhetag Gottes (Sabbat) gleich.

 

Wir werden allerdings noch einzeln auf diese Argumente eingehen in den Teilen…. (Folgt)

 

Diese sogenannten Sabbate waren auch ein Teil des Zeremonial-Gesetzes. Wie alle anderen Regeln, die Feste, das Priestertum und der Opferdienst, waren sie ein Schatten des Zukünftigen.

 

Diese Sabbate deuteten wie auch die anderen Festtage auf die kommenden Ereignisse hin. Auf den Tod und die Auferstehung Christi. Wie wir festgestellt haben, bestanden die 10 Gebote schon vor dem Sündenfall. Somit deutet auch der Sabbat aus den 10 Geboten nicht auf die Erlösung, den Tod oder die Auferstehung Jesu Christi hin, sondern erinnert uns im Gegenteil an unseren Schöpfer, der Himmel und Erde geschaffen hat und dessen Autorität wir uns unterwerfen.

 

Es sei auch angemerkt, dass das Zeremonial-Gesetz tatsächlich den Juden gegeben worden ist...

 

„Dann wird es dir gelingen, wenn du darauf achtest, die Satzungen und Rechte zu befolgen, die der HERR dem Mose für Israel geboten hat.“ (1. Chronik 22, 13)

 

...während die 10 Gebote allen Menschen gelten.

 

Salomo schreibt: „Lasst uns die Summe aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das soll jeder Mensch!“ (Prediger 12, 13)

 

Die Bibel warnt uns davor, Gottes Gesetz abzulehnen: „Wer sein Ohr abwendet, das Gesetz zu hören, des Gebet ist ein Gräuel.“ (Sprüche 28,9)

 

Warum ist die Bibel in dieser Hinsicht so streng? Weil die 10 Gebote Gottes Wesen repräsentieren. Die Identität Gottes wird in den Geboten genannt.