ARGUMENTE GEGEN DEN SABBAT WIDERLEGT | TEIL 5

"Lasset niemanden euch ein Gewissen machen über Sabbate"

Kolosser 2 Vers 16 wird oft als Argument gegen den Sabbat gebracht. Dort heißt es: „So lasset nun niemand euch Gewissen machen über Speise oder über Trank oder über bestimmte Feiertage oder Neumonde oder Sabbate.“ (Kolosser 2, 16)

 

Über was spricht hier Paulus im Kontext? Die Rede ist von Essen, Trinken und Festtagen. Lesen wir in den 10 Geboten etwas von Speise, Trank, Feiertage, Neumonde oder Sabbate? Es kann sich hierbei nur um das mosaische Gesetz handeln. Paulus redet hier über die Feste und Feiertage, die auf Jesu Kreuzigung hindeuten und mit dem Tod Christi ihre Bedeutung verlieren.  Denn im nächsten Vers steht folgendes: „…welche Dinge doch nur ein Schatten derer sind, die kommen sollten, wovon aber Christus das Wesen hat.“ (Kolosser 2, 17)

 

Vers 17 bestätigt hier noch einmal, dass es sich hier um das mosaische Gesetz handelt. Es ist ein Schatten des Zukünftigen gewesen. Es hat auf die kommenden Ereignisse hingedeutet.

 

In 3. Buch Mose finden wir Ausschnitte aus dem mosaischen Gesetz. „Sieben Tage sollt ihr dem HERRN Feueropfer darbringen. Am achten Tage sollt ihr wieder eine heilige Versammlung halten und sollt Feueropfer dem HERRN darbringen. Es ist eine Festversammlung; keine Dienstarbeit sollt ihr tun. Das sind die Festzeiten des HERRN, die ihr als heilige Versammlungen ausrufen sollt, um dem HERRN Feueropfer darzubringen: Brandopfer, Speisopfer, Schlachtopfer und Trankopfer, ein jedes an seinem Tage, abgesehen von den Sabbaten des HERRN und euren andern Gaben und Gelübden und freiwilligen Gaben, die ihr dem HERRN gebt.“ (3. Mose 23, 36-38)

 

Im 2. Buch der Chronik finden wir eine weitere Beschreibung: "...was Tag für Tag zu opfern war nach dem Gebot des Mose, an den Sabbaten, Neumonden und Festen des Jahres dreimal, nämlich am Fest der Ungesäuerten Brote, am Wochenfest und am Laubhüttenfest.  (2.Chronik 8, 13)

 

Besonders auffallen ist, dass die Sabbate in Zusammenhang mit Essen und Trinken und mit verschiedenen Festen auftreten. Hier ist also nicht die Rede vom wöchentlichen Sabbat.

 

Wenige Verse nach dem vermeintlichen Argument gegen den Sabbat steht folgendes: "Du sollst“, sagen sie, „ das nicht angreifen, su sollst das nicht kosten, du sollst das nicht anrühren, was sich doch alles unter den Händen verzehrt; es sind der Menschen Gebote und Lehrern.“ (Kolosser 2, 21-22)

 

Hiermit haben wir eine neue Bestätigung, dass es um menschliche Gebote und Lehren geht, keinesfalls aber um göttliche.

 

Wenn man nur Kolosser 2 Vers 16 zitiert und damit sagen möchte, dass der Sabbat abgeschafft ist, reißt man den Vers aus dem Kontext.

 

In Hebräer 10 Vers 14 lesen wir: „Denn mit einem Opfer hat er in Ewigkeit vollendet die geheiligt werden.“ (Hebräer 10, 14)

 

Jesus Christus hat das Opfer in Ewigkeit vollendet und alle Ereignisse, die darauf hingedeutet haben, haben ihre Bedeutung verloren. Der Sabbat aus dem Vierten Gebot weiß nicht auf den Tod Jesu hin. Im Gegenteil! Er erinnert uns an die Schöpfung und daran, dass Gott und geschaffen hat. Der Apostel Johannes erinnert die Gläubigen an das alte Gebot.

Denn wir lesen im 1. Johannes-Brief Kapitel 2 Vers 7: „Geliebte, ich schreibe euch nicht ein neues Gebot, sondern ein altes Gebot, das ihr von Anfang an hattet; das alte Gebot ist das Wort, das ihr von Anfang an gehört habt.“ (1. Johannes 2, 7)

 

Der Apostel Johannes spricht hier über die Gebote, die seit Anfang an existieren.