ARGUMENTE GEGEN DEN SABBAT WIDERLEGT

"Wir leben im Neuen Bund"

Hier treten einige Fragen auf:

  1. Was ist der Neue Bund?           
  2. Mit wem wurde dieser Bund geschlossen?
  3. Warum ein Neuer Bund?
  4. Waren die Bünde unterschiedlich?

 

Zu 1.: Was bedeutet dieser Bund?


Sehen wir was Gott dazu sagt: "...und will einen ewigen Bund mit ihnen machen, dass ich nicht will ablassen, ihnen Gutes zu tun; und will ihnen meine Furcht ins Herz geben, dass sie nicht von mir weichen.“ (Jeremia 32, 40)

„Werden deine Kinder meinen Bund halten und mein Zeugnis, das ich sie lehren werde, so sollen auch ihre Kinder auf deinem Stuhl sitzen ewiglich.“ (Psalm 132, 12)

 

Gott möchte mit den Menschen einen Bund schließen. Es möchte sie segnen und nicht aufhören, Ihnen Gutes  zu tun. Doch was ist die Bedingung für dieses Bündnis? Was soll der Mensch tun? Mose schreibt: „So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, ein Gott ist, ein treuer Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten, in tausend Glieder.“ (5. Mose 7,9)

 

Und an anderer Stelle schreibt er: „Und er verkündigte euch seinen Bund, den er euch gebot zu tun, nämlich die Zehn Worte, und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln.“ (5. Mose 4, 13)

 

Und Nehemia schreibt über Gott: „Der da hält den Bund und die Barmherzigkeit denen, die ihn lieben und seine Gebote halten!“ (Nehemia 1, 5)

 

Daniel benutzt in seinem Gebet beinahe die gleichen Worte: „Ach lieber HERR, du großer und schrecklicher Gott, der du Bund und Gnade hältst denen, die dich lieben und deine Gebote halten.“ (Daniel 9, 4)

 

Man kann also zusammenfassend sagen, dass die Bedingung für diesen Bund Loyalität, Treue und der Gehorsam Gott gegenüber ist.

 

Zu 2.: Mit wem wurde der Bund geschlossen?


Oft sagen Menschen, dass dieser Bund nur zwischen Gott und den Juden bzw. den Israeliten geschlossen wurde. Doch wir lesen in der Bibel, dass Gott einen Bund mit Adam und Noah machte. Lange bevor es das Volk Israel überhaupt gab. Solch einen Bund machte Gott auch mit dem Volk Israel. Dieser Bund galt selbst zu Zeiten des Volkes Israel nicht nur den Juden. Denn wir lesen in Jesaja, was GOTT selbst sagte: „So spricht der HERR: Wohl dem Menschen, der solches tut und dem Menschenkind, der es festhält, dass er den Sabbat halte und nicht entheilige und halte seine Hand, dass er kein Arges tue! Und die Fremden, die sich zum HERR getan haben, dass sie ihm dienen und seinen Namen lieben, auf dass sie seine Knechte seien, ein jeglicher, der den Sabbat hält, dass er ihn nicht entweihe und meinen Bund festhält.“ (Jesaja 56, 1,2-6)

 

So einen Bund hat auch Jesus mit seinen Jüngern beim letzten Abendmahl geschlossen: „Desgleichen auch den Kelch, nach dem Mahl, indem er sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut; solches tut, so oft ihr ihn trinket zu meinem Gedächtnis!“ (1. Korinther 11, 25)

 

Dieser Bund beschränkt sich nicht auf die Israeliten. Also kann jeder Mensch einen Bund mit Gott machen.

 

Zu 3.: Warum ein neuer Bund?


Bevor wir auf diese Frage eingehen, möchten wir uns eine Geschichte aus dem Alten Testament ansehen. Wir lesen dazu die Chronik: „Zweiundzwanzig Jahre alt war Amon, als er König ward und regierte zwei Jahre lang zu Jerusalem.; und er tat, was böse war in den Augen des HERRN, wie sein Vater Manasse getan hatte. Und Amon opferte allen Götzen, die sein Vater Manasse gemacht hatte und diente ihnen. Aber er demütigte sich nicht vor dme HERRN wie sich sein Vater Manasse gedemütigt hatte, sondern er, Amon, lud große Schuld auf sich.“ (2. Chronik 33, 21-23)

 

Die Bibel beschreibt hier den König Amon, der von Gott abgefallen ist, fremden Göttern diente und viel Böses tat. Weiter lesen wir: „Und seine Knechte machten eine Verschwörung gegen ihn und töteten ihn in seinem Hause. Da erschlug die Landbevölkerung alle, welche die Verschwörung wider den König Amon gemacht hatten; und die Landbevölkerung macht seinen Sohn Josia zum König an seiner Statt.“ (2.Chronik 33, 24-35)

 

Der neue König Josia war besser als sein Vater, der König Amon. Über ihn lesen wir: „Und er tat, was recht war in den Augen der HERRN, und wandelte in den Wegen seiner Vaters David und wich weder zur Rechten noch zur Linken.“ (2.Chronik 34, 2)

 

Josia selbst war treu gegenüber dem HERRN. Jedoch erkannt er, dass sein Vater und ganz Israel bewusst von GOTT abgefallen sind. Er sagte: „…denn groß ist der Grimm des HERRN, der über uns ausgegossen ist, weil unsere Väter das Wort der HERRN nicht beobachtet haben, zu tun nach allem, was in diesem Buche geschrieben steht!“ (2.Chronik 34, 21)

 

Der König Josia demütigte sich vor GOTT. Gott sprach zu Ihnen durch die Prophetin Hulda: „Darum, dass dein Herz weich geworden ist und hast dich gedemütigt vor GOTT, da du seine Worte hörtest wider diesen Ort und wider die Einwohner und hast dich vor mir gedemütigt und deine Kleider zerrissen und vor mir geweint, so habe ich dich auch erhört, spricht der HERR.

Und der König trat an seinen Ort und machte einen Bund vor dem HERRN, dass man dem HERRN nachwandeln sollte, zu halten seine Gebote, Zeugnisse und Rechte von ganzem Herzen und von ganzer Seele, zu tun nach allen Worten des Bundes, die geschrieben standen in diesem Buch.“ 2.Chronik 34, 27:31)

 

Anhand dieser Geschichte sehen wir, dass der Bund an sich nichts wert ist, wenn der Mensch GOTT gegenüber untreu ist. Der Bund hat seine Bedeutung verloren, weil die Menschen die Bedingungen nicht erfüllten. Dieser Bund gilt nur dann, wenn die Menschen sich tatsächlich vor GOTT demütigen, ihn lieben und seine Gebote halten. 

 

Um aber auf die Frage zurückzukommen: Warum ein neuer Bund? Weil der alte Bund durch die Übertretungen / Sünden gegenstandslos geworden ist. Deswegen hat Josia einen neuen Bund mit dem Herrn gemacht. Es war nicht das einzige Mal, dass das Volk Israel den Bund übertreten hat. Josua schreibt: „Israel hat sich versündigt, sie haben meinen Bund übertreten….“ (Josua 7, 11)

 

Auch der Psalmist David schreibt darüber: „Sie hielten den Bund Gottes nicht und wollten nicht in seinem Gesetz wandeln.“ (Psalm 78,19)

 

„…aber ihr Herz war nicht fest an ihm und hielten nicht treulich an seinem Bund.“ (Psalm 78, 37)

 

Nicht das ungewollte und aus Versehen begangene Sünden machte den Bund hinfällig, sondern das bewusste und absichtliche Sündigen, wie David es beschreibt.

 

Im Alten Testament wurde der Neue Bund schon vorausprophezeit.  Jeremia schreibt, dass der HERR mit Israel einen Neuen Bund machen will. Nicht so einen Bund welcher gewesen ist und welchen sie nicht gehalten haben, sondern einen neuen Bund möchte GOTT ihnen geben, sein Gesetz in ihr Herz schreiben und in den Sinn geben.

 

 

Zu 4.: Waren die Bünde unterschiedlich?

 

Es gibt tatsächlich Unterschiede zwischen dem Alten und dem Neuen Bund. Im Alten Bund gab es einen menschlichen Priester, der Kälber, Lämmer und Böcke zur Sündenvergebung opferte. Im Neuen Bund haben wir Jesus, den göttlichen Priester, der sich selbst opferte. Mit seinem Opfer wurde das Priestertum obsolet. Denn das wahre Opferlamm wurde geopfert und somit braucht es auch keine Hindeutungen mehr. In Hebräer lesen wir: „Denn wo das Priestertum verändert wird, da muss auch das Gesetz verändert werde. Denn damit wird das vorige Gebot aufgehoben, darum dass es zu schwach und nicht nütze war.“ (Hebräer 7, 12.18)

 

Mit Jesu Tod hat das Priestertum mit dem Opfersystem seine Bedeutung verloren. Somit braucht man auch das Gesetz, welches das Priestertum definiert auch nicht mehr.  Manche Christen vertreten jedoch die Ansicht, dass durch diese Verse die 10 Gebote im Neuen Bund abgeschafft worden sind. Wie ist das nun zu verstehen? Im Kontext der Kapitel 7, 8 & 9 des Hebräer-Briefes geht es um das Priestertum und darum, dass durch Jesu Tod das Priestertum nicht mehr benötigt wird. Es wäre aus dem Kontext gerissen, wenn man anhand dieser zwei Verse sagen würde, die 10 Gebote wären abgeschafft worden. Außerdem wäre es im Widerspruch zur ganzen Bibel. Es sei auch zu bemerken, dass man dieses Gebot nicht gegen die 10 Gebote, sondern hauptsächlich gegen den Sabbat anwendet. Der Sabbat ist jedoch ein fester Bestandteil der 10 Gebote. Man kann den Sabbat nicht von den 10 Geboten trennen. Jakobus schreibt: „Denn so jemand das ganze Gesetz hält und sündigt an einem, der ist’s ganz schuldig.“ (Jakobus 2, 10)

 

Die Bedingungen im Neuen Bund sind dieselben wie im Alten. Sie haben sich nicht verändert. Gehorsam gegenüber Gottes Geboten wird im Alten wie im Neuen Bund gefordert. Selbst Jesus lebte im absoluten Gehorsam. Paulus schreibt: „…er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.“ (Philipper 2, 8) Jesus befolgte die 10 Gebote, er war gehorsam. Sollten wir dann nicht auch seinem Beispiel folgen? Jesus sagte: „Liebet ihr mich, so haltet ihr meine Gebote.“ (Johannes 14, 15)

 

Der Unterschied zwischen dem Alten und den Neuen Bund bezieht sich nicht auf die 10 Gebote. Im Neuen Bund sind die 10 Gebote immer noch gültig.